Eine Filmhochschule stellt sich vor: Generation Campus
Beginn: 30.11.2012, 18:00 Uhr
Wir laden Sie herzlich ein zur Vorstellung des internationalen Ausbildungsprogramms Generation Campus. In einem einwöchigen Intensivtraining können sich junge talentierte Filmemacher hier professionell und künstlerisch weiter entwickeln. Die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten reichen von Produktion, Regie und Dramaturgie bis zu Animationstechniken und Dokumentarfilm oder auch Schauspieltrainings, Bildgestaltung und Kameratechnik.
Renommierte Filmemacher wie Alexander Sokurow und erfahrene Spezialisten der Branche leiten die Kurse und Masterklassen. Jedem Generation Campus steht ein internationales Filmfestival als strategischer Partner zur Seite, zuletzt war es das Moskauer Festival für zeitgenössisches Kino „2 in 1“. Seit seiner Gründung im Jahr 2008 haben die Organisatoren des Generation Campus mit dem Drehbuch- und Kurzfilm-Labor außerdem Jahresprogramme ins Leben gerufen: Die Teilnehmer haben hier über die Ausbildung hinaus auch die Chance auf die Finanzierung ihrer zukünftigen Projekte (insgesamt wurden 2012 in diesem Programm Preisgelder von über 300.000 Euro vergeben).
Der nächste Generation Campus findet im Juni 2013 in Moskau statt. Das Training ist kostenlos, die Auswahl der Teilnehmer erfolgt über ein internationales Bewerbungsverfahren.
Anna Gudkowa, die künstlerische Leiterin des Generation Campus, informiert im Rahmen der Präsentation ausführlich über die Auswahlkriterien und die Inhalte des Programms. Außerdem sind ausgewählte Arbeiten der Teilnehmer vergangener Jahre zu sehen. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
Die Vorstellung des Generation Campus ist Teil der Ersten Russischen Studentenfilmtage in Deutschland, die im Rahmen der 8. Russischen Filmwoche in Berlin stattfinden.
Die Russischen Studentenfilmtage
Dauer: 29.11.–30.11.2012
Ort: Kino Arsenal

Anlässlich des Russlandjahres in Deutschland präsentieren Interkultura Kommunikation und die Russische Filmwoche in Berlin zusammen mit dem Kino „Arsenal“ am 29. und 30. November 2012 die Russischen Studentenfilmtage. Erstmalig werden Studierende der zwei prominentesten russischen Filmhochschulen – der Staatlichen Russischen Universität für Kinematographie (VGIK) und der Höheren Kurse für Drehbuch und Regie – sowie Absolventen des jungen russischen internationalen Ausbildungsprogramms „Generation Campus“ ihre neuesten Filme gemeinsam dem Berliner Publikum zeigen.
Die Zuschauer erwartet ein bunter Mix herausragender studentischer Arbeiten. Alle Filme werden in Originalfassung mit Untertiteln gezeigt. Die vielfach preisgekrönten Werke entführen mal in die surrealistische Welt von Kafka oder Bulgakow, mal setzen sie sich mit gesellschaftskritischen Themen auseinander, ein andermal geben sie intime Einblicke in das alltägliche Leben.
Das besondere Highlight des Programms ist der Film „Winter, geh weg!“. Das Projekt wurde von zehn jungen Absolventen der Moskauer Dokumentarfilmschule der herausragenden Regiemeisterin Marina Rasbeschkina realisiert und hat nicht nur in Russland, sondern auch in Locarno, wo der Film im Wettbewerb Cinéastes du Présent lief, für viel Wirbel gesorgt. Die Nachwuchsfilmemacher dokumentierten die Protestbewegung des vergangenen Winters. Der Film wird gemeinsam von der Dokumentarfilmschule und der Generation Campus vorgestellt, da mehrere der Filmemacher beide Ausbildungsprogramme absolvierten.
Die Russische Filmwoche in Berlin hat es sich zur Tradition gemacht, international ausgerichtete Kinoforen aus Russland vorzustellen. So präsentiert sich dieses Jahr im Rahmen der Russischen Studentenfilmtage am 30. November um 18 Uhr im Kino Arsenal das junge internationale Ausbildungsprogramm Generation Campus, das sich mit seinem Kursangebot zur professionellen Weiterentwicklung von jungen und talentierten Filmemachern bereits erfolgreich einen Namen gemacht hat.
Die Russischen Studentenfilmtage in Berlin finden dank freundlicher Unterstützung der GAZPROM Germania GmbH statt. Infos zu den Filmprogrammen demnächst unter: www.russische-filmwoche.de
Russische Staatliche Universität für Kinematographie (VGIK)

Die Russische Staatliche Universität der Kinematographie (VGIK) wurde 1919 gegründet und ist die älteste Filmhochschule der Welt, aus der so herausragende Filmemacher wie, Lew Kuleschow, Sergei Eisenstein und viele andere hervorgingen. Heute ist die Universität die größte russische Filmhochschule und hat die komplette technische Ausrüstung zur Produktion von Filmen und Videos. Die VGIK bildet eine Vielzahl von Fachleuten für Film, Video und Fernsehen aus und bietet auch Weiterbildungen an.
Filmprogramm:
Filmvorführung: 29.11.2012, 19:15 Uhr
- Verbindung zu Mama (Dotjanut’sja do mamy), Оlga Тоmenko, 2010, 33 min., OmU
- Gurban (Gurban), Anar Аbbasov, 2011, 25 min., OmU
- Vom Aussterben bedroht (Opasnost’ polnogo istschesnowenija), Кonstantin Коlesov, 2012, 26 min., OmU
- Mein komischer Opa (Moj strannij deduschka), Dina Welikowskaja, 2011, 8 min., OmU
Traditionell ist die VGIK eine Filmakademie und arbeitet in der ganzen Welt an vielen verschiedenen internationalen Projekten. Die VGIK kooperiert aktiv mit vielen internationalen Festivals. Die Arbeiten ihrer Schüler erhielten schon Preise bei internationalen Filmfestivals in Oberhausen, Berlin, Cannes, Locarno, Rimini und vielen anderen. Viele Arbeiten wurden, teilweise schon mehrfach, für den Oscar nominiert. Mehr Informationen unter: www.vgik.info
Während der Russischen Studentenfilmtage präsentiert die Universität für Kinematographie eine Auswahl von Filmen, die bereits Preisträger internationaler Filmfestivals waren. Beispielsweise gewann der Film „Gurban“ unter der Regie von Anar Abbasov beim Kurzfilmfestival Moskau (MFKF) den Preis für den besten Dokumentarfilm in der Kategorie „Debüt". „Verbindung zu Mama", die Diplomarbeit der jungen Regisseurin Olga Tomenko, hat ebenfalls mehrere Preise erhalten. Die rührende Geschichte erzählt davon, wie schwierig es manchmal sein kann, trotz all der Alltagsprobleme und Familienstreitereien die Liebe zu seinen Nächsten nicht zu vergessen.
Höhere Kurse für Drehbuch und Regie

Die Höheren Kurse der Drehbuchautoren und Regisseure, gegründet im Jahr 1963, bieten jungen talentierten Menschen mit beliebiger Hochschulausbildung die Möglichkeit, in die Welt des Films einzutreten. Gründer und Lehrende der Kurse waren die großen Meister Iwan Pyrjew und Michail Romm. Das Ansehen der Kurse ist unter anderem der Leitung der hervorragenden russischen Regisseure und Dramaturgen, der einzigartigen Studienatmosphäre und dem freien schöpferischen Geist zu verdanken.
Filmprogramm:
Filmvorführung: 29.11.2012, 21:15 Uhr
- Der letzter Tag von Bulkin (Poslednij den’ Bulkina), Aleksej Andrianov, Filmgesellschaft „Kuzmacinema”, 2009, 12 min.
- Die Tür (Dwer’), Wladimir Kott, 2004, 17 min.
- Dornrose (Schipownik), Nigina Sajfullajewa, 2011, 30 min.
- Die Legende über mich und Jewgenija (Skasanije o nas s Jewgenijej), Anton Bilscho, 2011, 30 min.
Innerhalb eines halben Jahrhunderts haben die Höheren Kurse schon viele tausende Filmemacher (welche einst Ärzte, Architekten, Schauspieler, Musiker und Ingenieure waren) ausgebildet. Unter ihnen sind zum Beispiel G.Danelija, G.Panfilow, I.Averbach, P.Lungin, W.Chotinenko. Mehr Informationen unter: www.kinobraz.ru
Die Filmauswahl in den Russischen Studentenfilmtagen zeigt den Zuschauern die surrealistische Welt von Kafka oder Bulgakow – in der eine alte Tür das Fenster in die Welt darstellt, Frauen die Eier von vorbeifliegenden Männern austragen und man den eigenen Tod betrügen kann. Alle Filme sind Preisträger russischer und internationaler Filmfestivals. So erhielt beispielsweise der Film "Der letzte Tag von Bulkin" von Regisseur Aleksej Andrianov im Jahr 2009 eine Auszeichung des V. Internationalen Filmfestivals für Kurzfilm und Animation OPEN CINEMA (Locarno) in der Kategorie "Bester russischer Kurzspielfilm" Filmgesellschaft „Kuzmacinema“. Der Film „Die Tür", die Diplomarbeit des Regisseurs Wladimir Kott, wurde mit über 16 Preisen auf internationalen Festspielen, wie z.B. Las Palmas de Gran Canaria, Bruxelle Festival Fantastic Films, Damascus International Film Festival, Festival Premiers Plans, Poitiers Films Festival, Paris TOUT COURT und anderen, gewürdigt.
Mit dem Preis des russischen Filmfestivals „Die heilige Anna“ wurden 2011 der Diplomfilm „Die Legende über mich und Jewgenija" (Anton Bilscho) und der Diplomfilm „Dornrose" (Nigina Sajfullajewa) ausgezeichnet.
Gemeinsames Programm der Marina-Rasbeschkina-Dokumentarfilmschule und des Generation Campus
Winter, geh weg! (Sima, uchodi!)
Regisseure: Aleksej Schirjakow, Denis Kleblejew, Dmitrij Kubasow, Askold Kurow, Nadeschda Leontjewa, Anna Moiseenko, Madina Mustafina, Sosja Rodkewitsch, Anton Seregin, Elena Chorewa.
Dokumentarfilm – 2012, 89 Min., OmU
Filmvorführung: 30.11.2012, 20:00 Uhr

Die Russischen Studentenfilmtage präsentieren das Projekt von zehn jungen Moskauer Dokumentarfilmern der Marina-Rasbeschkina-Schule, die auch die Kurse und Masterklassen des Generation Campus absolviert haben – einem internationalen Weiterbildungsprogramm für junge und talentierte Filmemacher. Die Dokumentation WINTER, GEH WEG!, die auf Initiative der Novaya Gazeta entstand, begleitet die Protestbewegung des vergangenen Winters in Moskau.
Die Filmkritikerin Larissa Maljukowa sieht darin „den Versuch zu zeigen, in welchem Land wir leben und in welchem wir leben wollen, was das Volk auf die Straßen treibt und warum es der Opposition so schwer fällt einander zuzuhören und zu verstehen.“ Ein lebendiger und mutiger Blick auf die Ereignisse in Russland im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen.