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Filmvorführungen:

Kino International
25.11.15 | 19:00 Uhr

* Filmschaffende anwesend

Eröffnungsfilm

Schlacht um Sewastopol

Kriegsdrama 118 Min., 2015
Regie: Sergej Mokritzkij
Produzentin: Uljana Saweljewa
Mit: Julia Peresild, Jevgenij Ziganow, Oleg Wasilkow, Nikita Tarasow, Joan Blackham u.a.

Die dramatische Geschichte der Schlacht um Sewastopol im Zweiten Weltkrieg bildet den historischen Rahmen für den Blick auf das bewegte Leben der legendären sowjetischen Scharfschützin Ludmila Pawlitschenko. Nach der speziellen Ausbildung kämpft sie an der Front, findet und verliert dort ihre große Liebe, wird schwer verwundet und bezaubert schließlich Eleanor Roosevelt, die First Lady der USA. Der Film geht die Thematik lebendig, ohne kitschigen Pathos und unnötigen Patriotismus an, setzt sich auf diese Weise von anderen Kriegsfilmen ab und zeichnet zudem das bewegende Porträt einer außergewöhnlichen Persönlichkeit.

Die Schlacht um Sewastopol ist eine russisch-ukrainische Koproduktion, die zum 70. Jahrestag des Sieges über Hitler-Deutschland entstand und in beiden Ländern zu den erfolgreichsten Kinoproduktionen des laufenden Jahres zählt.

Filmvorführungen:

Russisches Haus
27.11.15 | 17:00 Uhr
29.11.15 | 17:00 Uhr

Filmtheater am Friedrichshain
30.11.15 | 16:45 Uhr

14+

Melodram106 Min., 2015
Regie: Andrej Sajzew
Mit: Gleb Kaljushnij, Uljana Waskowitsch, Olga Ozollapinya, Alexej Filimonow, Dimitrij Barinow u.a.

Im Speckgürtel einer russischen Großstadt wird von der allerersten Liebe erzählt, die sich auf Spielplätzen, beim Schultanz, zwischen heimlichen Küssen im Hausflur und nicht zuletzt in den sozialen Netzwerken abspielt. Wie bei jeder Liebesgeschichte müssen die jungen Liebenden auch hier das ein oder andere Hindernis überwinden, eifersüchtige Nebenbuhler in die Flucht schlagen und sich vor den schützenden elterlichen Blicken verstecken...so einiges erinnert an die klassische Geschichte Romeos und Julias – mit dem feinen Unterschied, dass die Liebenden hier im Leben und nicht im Tod vereint sind...

14+ ist einer der russischen Festivalschlager des Jahres: im Berlinale Programm Generation 14plus feierte die Liebesgeschichte Weltpremiere und war beim Filmfestival Kinotavr in Sotschi nominiert.

Filmvorführungen:

Russisches Haus
29.11.15 | 19:00 Uhr

Filmtheater am Friedrichshain
01.12.15 | 21:15 Uhr

Archipel

Tragikomödie 120 Min., 2015
Regie: Tatjana Woronetskaja
Mit: Dimitrij Sergin, Alexej Shewtschenkow, Adrej Bogatyrew, Olga Staschkewitsch, Garik Harlamow, Olga Aksenowa u.a.

Um ein gesamtrussisches Nationalverständnis zu schaffen, ruft die Regierung ein neues Programm ins Leben: Ziel ist es, den Zusammenhalt der Einwohner mit Rückgriff auf die traditionelle russische Literatur nachhaltig zu stärken. Dafür werden auch die Bewohner des ablegegenen Dörfchens Archipovka angewiesen, sich mit klassischen literarischen Werken auseinander zu setzen. Zunächst sträuben sich die Einwohner gegen diese Maßnahme der „Zwangskulturalisierung“, doch nach und nach entdecken sie ihre Liebe zu Puschkin, Dostojewski, Brodsky und selbst zum Futuristen Krutschonych. Die positive Stimmung scheint jedoch zu kippen, als das Experiment außer Kontrolle gerät und sich eine tragische Wendung anbahnt…

Die Tragikomödie „Archipel“ basiert auf einem Roman Vsevolod Benigsens, einem der momentan populärsten zeitgenössischen russischen Schriftsteller, und steht mit seiner Vermischung von Tragik und Farce sowie Klassik und Pop exemplarisch für das künstlerische Wirken der Postmoderne.

Filmvorführungen:

Russisches Haus
26.11.15 | 17:00 Uhr

Filmtheater am Friedrichshain
28.11.15 | 17:00 Uhr

* Filmschaffende anwesend

Das Ende der Belle Époque

Drama 90 Min., 2015
Produzentin: Yekaterina Maskina
Regie: Stanislaw Goworuchin
Mit: Iwan Kolesnikow, Svetlana Chodtschenkowa, Feodor Dobronrawow, Boris Kamorsin, Dimitri Astrachan

Die wunderbare Ära, die sogenannte Tauwetter-Periode der Sowjetunion, die von Chruschtschow eingeläutet wurde, flog so schnell vorbei, wie sie begonnen hat. Vor allem für die Kunst- und Kreativszene bedeutet das die Rückkehr zur Zensur, die auch Freidenker und Journalist Andrej Lentulov schwer zu schaffen macht. Nun gilt es sich zu entscheiden und sich selbst und seinem künstlerischen Wirken treu zu bleiben oder den systemkonformen Weg zu gehen.

Das neueste Werk des Altmeisters des russischen Films, Stanislaw Govoruchin, basiert auf Kurzgeschichten des oppositionellen (Exil-)Schriftstellers Sergej Dovlatov und zeichnet ein lebendiges Bild der sowjetischen Realität der 1970er Jahre. Ganz in schwarz-weiß gehalten, weckt der Film nostalgische Gefühle, reflektiert einerseits die Schwere der Thematik und bewahrt sich dennoch eine durchweg optimistische Note: trotz aller Schwierigkeiten, lässt der Hauptcharakter sich auf seiner Suche nach künstlerischer Freiheit nicht so einfach unterkriegen.

Filmvorführungen:

Filmtheater am Friedrichshain
29.11.15 | 17:00 Uhr

Russisches Haus
30.11.15 | 19:00 Uhr

* Filmschaffende anwesend

Die grüne Kutsche

Drama 94 Min., 2015
Regie: Oleg Asadulin
Mit: Andrej Merslikin, Viktoria Isakowa, Sergej Juschkewitsch, Wladimir Menshow, Anna Tschipowskaja u.a.

Der Starregisseur Vadim Raevskij hat auf den ersten Blick so ziemlich alles, wovon andere träumen: er ist allseits beliebt, vor allem bei Frauen, hat Erfolg, Geld und seit neuestem eine Oskarnominierung in der Tasche. Was im ersten Moment noch perfekt scheint, ändert sich jedoch schneller als erwartet und Vadim wird auf tragische Weise aus seinem glänzenden Leben gerissen. Der Verlust eines geliebten Menschen lässt ihn plötzlich zum Hauptdarsteller seines eigenen Dramas werden, nur hat er diesmal nicht mehr die Kontrolle und kann den Lauf der Dinge nicht ändern...

Der Regisseur Oleg Asadulin zeichnet ein einnehmendes, psychologisches Drama, das vielschichtige Emotionen, die Suche nach dem Selbst und nicht zuletzt nach dem Sinn des Lebens nach Schicksalsschlägen aufgreift. Es erzählt einfühlsam vom Hören und Gehört werden, von Entfremdung, von (Miss)Kommunikation und deren Folgen. Die Starbesetzung sowie die beeindruckende Moskauer Kulisse sind nur das Sahnehäubchen des dynamischen und bis zuletzt spannenden Films.

Filmvorführungen:

Filmtheater am Friedrichshain
29.11.15 | 21:15 Uhr
30.11.15 | 21:15 Uhr

Die Lehrerin

Drama 134 Min., 2015
Regie: Alexej Petruchin
Mit: Irina Kuptschenko, Rosa Hajrullina, Anna Tschurina, Andrej Merslikin u.a.

Ein plötzlicher Schuss beendet die Stille der Schulkorridore. In der Hoffnung, endlich Gehör zu finden, nimmt die verzweifelte Geschichtslehrerin Alla Nikolajewna eine ganze Klasse als Geisel. Mit vorgehaltener Waffe versucht sie den Schülern, die sonst nicht zuhören und sich lieber in der virtuellen Welt ihrer Smartphones verlieren, eine Lektion über die eigentlich wichtigen Dinge im Leben zu erteilen. Doch auch bewaffnet kann sie ihre Klasse nicht lange kontrollieren und wird unerwartet selbst zur Geisel.

Das Sozialdrama „Die Lehrerin“ thematisiert ein breites Spektrum aktueller Problematiken: vom hinkenden Schulsystem, über Informationskriege bis hin zum tagespolitischen Ukraine-Konflikt. Bis zuletzt fesselt der Film durch die spannende Erzählweise und enthüllt die vielfältigen Abgründe des menschlichen Charakters in Extremsituationen.

Filmvorführungen:

Filmtheater am Friedrichshain
27.11.15 | 17:00 Uhr

Russisches Haus
28.11.15 | 16:30 Uhr

Filmtheater am Friedrichshain
30.11.15 | 19.00 Uhr

Glück ist...

Episdodenfilm 115 Min., 2015
Regie: Artem Prohorow, Leonid Salesskij, Anna Janowskaja, Tatjana Gulina, Viktoria Koselzewa, Tatjana Ponomarewa, Sergej Burow
Mit: Egor Beroew, Andrej Merslikin, Boris Schtscherbakow, Valerij Garkalin, Svetlana Iwanowa u.a.

Was ist denn Glück und wo sucht und findet man es in der heutigen Zeit? Dieser Frage gehen sieben junge russische RegisseurInnen in ihren unterschiedlichen Kurzfilmen nach. Trotz der verschiedenen Herangehensweisen an die ewige Suche nach Glück, die die Menschen über Generation hinweg – ob in der Großstadt oder Peripherie lebend – bewegt, dreht sich für die zentralen Figuren am Ende doch alles um grundlegende Konstanten wie Liebe, Freundschaft, Familie und Glaube...

Ein wahrer Glücksfall für die beteiligten jungen RegisseurInnen und DrehbuchautorInnen war die Wettbewerbsserie zur cineastischen Nachwuchsförderung, bei der sie ihr Talent beweisen und sich damit für die Teilnahme an „Glück ist...“ qualifizieren konnten. Einzigartig machen dieses von professionellen Disney-Produzenten unterstützte Projekt auch die Darsteller: für ihre Auswahl wurde landesweit ein offenes Casting durchgeführt. Somit bekamen auch Laien die Chance, auf der Leinwand bewundert zu werden.

Filmvorführungen:

Filmtheater am Friedrichshain
26.11.15 | 21:15 Uhr

Russisches Haus
27.11.15 | 19:00 Uhr

Filmtheater am Friedrichshain
28.11.15 | 21.15 Uhr

* Filmschaffende anwesend

Im Morgengrauen ist es noch still

Kriegsdrama 120 Min., 2015
Regie: Renat Dawletjarow
Mit: Peter Fedorow, Anastasia Mikultschina, Jevgenija Malachowa, Agnija Kusnezowa, Sofia Lebedewa, Kristina Asmus, Ekaterina Wilkowa, Daria Moros, Benjamin Spieler u.a.

1942 – Kilometerweit von der Hauptfrontlinie entfernt, inmitten der russischen Wälder müssen die weiblichen Streitkräfte eines bisher ruhigen Stützpunktes plötzlich einen dramatischen Kampf führen: es gilt, eine faschistische Landungstruppe von der Zerstörung einer strategisch wichtigen Bahntrasse abzuhalten. Fünf junge und unerfahrene Soldatinnen stürzen sich unter Leitung ihres Vorgesetzten Waskov in den ungleichen Kampf gegen die Angreifer... und nicht zuletzt gegen die Tücken des Waldes. Wer geht als Sieger aus diesem Kampf?

Der Film basiert auf der Erzählung „Im Morgengrauen ist es noch still“ des bekannten sowjetischen Schriftstellers Boris Vasiljev. 1972 bereits erfolgreich von Stanislaw Rostotskij verfilmt, versteht sich Dawljetjarows Filmarbeit nicht als Remake des Filmklassikers, sondern als moderne Verfilmung der literarischen Vorlage. Die Thematik ist nicht zuletzt auch anlässlich des 70. Jahrestags des Sieges über Hitler-Deutschland brisant.

Filmvorführungen:

Filmtheater am Friedrichshain
29.11.15 | 19:00 Uhr
01.12.15 | 19:00 Uhr

* Filmschaffende anwesend

(Auf Deutsch)

Lieber Hans, bester Pjotr

Drama 108 Min., 2014
Regie: Alexander Minadndse
Produzentin: Elizaweta Antonowa
Mit: Jakob Diehl, Birgit Minichmayr, Mark Waschke, Mark Hosemann, Rosa Chajrullina

Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wird ein deutsches Ingenieursteam zur Entwicklung neuer Linsen-Technologien in eine sowjetische Glasfabrik geschickt. Die politische Stimmung ist angespannt, der nahende Krieg liegt gewissermaßen in der Luft und auch die erhofften wissenschaftlichen Fortschritte lassen auf sich warten. Doch die Zeit rennt und der emotionale Zustand der Protagonisten, geprägt durch erbitterte Auseinandersetzungen und Schuldzuweisungen, ist mehr als angespannt. Als eine plötzliche Explosion mit Todesopfern die Fabrik erschüttert wird die angsterfüllte Atmosphäre nur mehr weiter geschürt und verspricht nichts Gutes.

Unter der Regie Alexander Minandzes und als deutsch-russisch-ukrainisches Film-Projekt, entstand eine bedächtige Arthouse-Produktion, die Ängste, Hoffnungen und Zwischenmenschlichkeiten in Zeiten nahender Katastrophen eindrucksvoll und nachvollziehbar abbildet.

Filmvorführungen:

Filmtheater am Friedrichshain
26.11.15 | 19:00 Uhr
28.12.15 | 19:00 Uhr

* Filmschaffende anwesend

Orleans

Tragikomödie 110 Min., 2015
Regie: Andrej Proschkin
Mit: Elena Ljadowa, Viktor Suchorukow, Vitalij Haew, Oleg Jagodin u.a.

Im Provinzstädtchen Orleans taucht eines Tages ein mysteriöser Mann auf. Sich selbst als Exekutor bezeichnend, versucht er den Einwohnern deutlich zu machen, dass ihr unmoralisches und sündhaftes Benehmen früher oder später seine tödlichen Folgen haben wird. Ob die freizügige Friseurin Lida, die schon den einen oder anderen Schwangerschaftsabbruch hinter sich hat, der Chirurg Rudi, der seinen bettlägerigen Vater verwahrlosen lässt oder der bestechliche und lasterhafte Polizeihauptmeister Nevolin – alle sollen für ihre Sünden büßen und merken schnell, dass der Kampf gegen den Exekutor als personifiziertes Gewissen sich viel schwieriger gestaltet, als zuvor angenommen.

Andrej Proschkins Erzählstil zeugt von einer Originalität, die verschiedenste Bereiche und Genres aufeinandertreffen läßt: so werden Elemente des Trash und der Groteske mit christlicher Symbolik und philosophischen Metaphern kombiniert, die Grenzen zwischen Drama und Schwarzer Komödie bewußt verwischt, Satire und Moral eng ineinander verwoben. Schließlich kommt man nicht umhin, sich bei Orleans Handlung und Figuren an jene aus Michail Bulgakows Klassiker „Meister und Margarita“ erinnert zu fühlen.

Filmvorführungen:

Russisches Haus
26.11.15 | 19:00 Uhr

Filmtheater am Friedrichshain
01.12.15 | 17:00 Uhr

Unsichtbar

Fantasiekomödie 100 Min., 2014
Produzent: Renat Dawletjarow
Regie: Sergej Komarow
Mit: Ilja Ljubimow, Ekaterina Gusewa, Goscha Kuzenko, Adrej Merslikin u.a.

Im Gegensatz zu seiner Frau, einer erfolgreichen Business-Lady, macht Jura Murawjow nichts Bedeutendes mit seinem Leben. Von seiner Umwelt wird er kaum wahrgenommen und auch seine Kollegen und sogar seine Familie schenken seinem Dasein keine große Aufmerksamkeit. Es scheint, als hätte er sich längst an seine unauffällige Existenz gewöhnt... bis er am Neujahrsabend tatsächlich unsichtbar wird. Ist er der einzige Unsichtbare in Moskau und was für eine Gemeinschaft ist das, in der Jura komischerweise sofort bemerkt wird? Wird er die Möglichkeiten, die ihm seine neue Fähigkeit eröffnet geschickt nutzen und mit anderen Qualitäten und Einsichten in sein altes Leben zurückkehren?

Die Fantasiekomödie von den Produzenten des Kassenschlagers „Liebe, Lust und Frust“ versetzt die Zuschauer in die bezaubernde Atmosphäre der anstehenden Weihnachts- und Neujahrsfeiertage. Im wunderschönen winterlichen Moskau begeben sich die Helden des Filmes auf fantastische und spannende Abenteuer und versprechen beste Unterhaltung für die ganze Familie.

Wann und Wo?

25.11.–01.12.15

Kino International
Filmtheater am Friedrichshain
Russisches Haus

Alle Filme werden mit deutschen Untertiteln gezeigt. Kinokarten werden an den Kassen der jeweiligen Kinos verkauft.

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