Russische Filmwoche in Berlin
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So fremd und doch so nah

Mehr als 3000 Zuschauer strömten zur 5. Russischen Filmwoche in die Kinos

Nach einem grandiosen Auftakt am 25.11. mit der Präsentation des Musikfilms „Die Hipsters“ im ausverkauften Kino International waren im Rahmen der 5. Russischen Filmwoche in Berlin wieder eine Woche lang aktuelle russische Filme zu sehen – was sich viele Berliner nicht entgehen ließen.   weiter lesen »

Zahlreiche Kinoliebhaber, Kulturinteressierte und Russlandfans nutzten in den vergangenen Tagen die Möglichkeit, aktuelle Filme aus Russland zu sehen. Bei einigen Vorstellungen war der Andrang so groß, dass die Karten schnell ausverkauft waren – und manch ein Kinofan unverrichteter Dinge wieder nach Hause gehen musste. Vor allem zwei preisgekrönte Programmfilme hatten es den Zuschauern angetan und brachten es bei allen drei Vorstellungen auf volle Kinosäle: Karen Schachnasarows Kombination aus Literaturverfilmung und Dokumentarfilm in „Krankenzimmer Nr. 6“ sowie der Film „Sauerstoff“, der durch seine ungewöhnliche und rasante Verbindung von Musik-Clips mit Videokunst die Zuschauer in seinen Bann zog. Aber auch der packende Thriller „Julenka“ und Sergej Snezhkins Verfilmung des Bestsellers „Begrabt mich hinter der Fußleiste“ stießen beim Berliner Publikum auf echte Begeisterung und füllten den großen Kinosaal im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur bis auf den letzten Platz.

Insgesamt konnten die Organisatoren der Filmwoche etwa 25 Prozent mehr Zuschauer verzeichnen als im letzten Jahr, was wieder einmal eindrücklich beweist, wie groß in Berlin das Interesse an russischen Filmen ist – und das Bedürfnis, mehr über das „fremde Russland“ zu erfahren. Schließlich bietet die Filmwoche den Berlinern die Möglichkeit, Russland und die russische Mentalität via Film besser kennenzulernen. „Je mehr wir voneinander wissen und je näher wir uns kennenlernen, desto besser verstehen wir uns auch“, sagte ein Zuschauer während der Filmwoche. „Deswegen finde ich die Russische Filmwoche so toll.“ Der russisch-deutsche Dialog via Film funktioniert auch in die andere Richtung, denn traditionsgemäß findet im Anschluss an die Russische Filmwoche in Berlin das German Filmfestival in Moskau (3. - 6.12.) und in Sankt Petersburg (5. - 11.12.) statt.

Die Russische Filmwoche in Berlin wird von der russischen Generaldirektion für internationale Filmfeste „Interfest“ und der berliner Agentur „Interkultura Kommunikation“ veranstaltet, mit freundlicher Unterstützung des Kulturministeriums der Russischen Föderation und des Russischen Hauses der Wissenschaft und Kultur in Berlin. In diesem Jahr hatten Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit sowie der außerordentliche und bevollmächtigte Botschafter der Russischen Föderation in Deutschland Vladimir Kotenev die Schirmherrschaft über das Filmfestival übernommen. Hauptsponsor war die GAZPROM Germania GmbH mit Sitz in Berlin, die das Projekt bereits seit 2005 und damit von Beginn an als zuverlässiger Partner und Förderer unterstützt und sich damit für den interkulturellen Dialog zwischen Russland und Deutschland engagiert.

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Eröffnungsveranstaltung im Kino International am 25.11.2009, Eröffnungsfilm „The Hipster“. Bilder der Eröffnung "The Hipster"

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Empfang in der Botschaft der Russischen Förderation anlässlich der 5. Russischen Filmwoche in Berlin am 26.11.2009. Empfang in der Botschaft der Russischen Förderation