Rahmenprogramm
Dieses Jahr feiert das russische Kino sein 100-jähriges Jubiläum (als Geburtsstunde gilt der Film „Stenka Rasin“ von 1908).Aus diesem Anlass haben die Organisatoren der Russischen Filmwoche Berlin ihr Programm ausgeweitet. Sie zeigen nicht nur zehn herausragende russische Filmproduktionen aus dem Jahr 2008, sondern bieten auch ein umfangreiches Rahmenprogramm an, das die reiche russische Filmgeschichte im Kontext des modernen Kinos reflektiert.
Im Laufe der Woche vom 29.11.–7.12. werden im Kino Arsenal, Russischen Haus und im Filmmuseum Berlin folgende Veranstaltungen stattfinden:- Eine Retrospektive von fünf Filmen aus dem staatlichen Filmarchiv der Russischen Föderation. „Deutschland im Russischen Film der 1930er Jahre“ Details »
Die Filme werden im Original mit Untertitel bzw. Synchronübersetzung gezeigt.
Aufführungen:
- 1.12. 19:00 „Deserteur“ (1933) i
Regie: Wsewolod Pudowkin - 2.12. 19:00 „Zerrissene Stiefel“ (1933) i
Regie: Margarita Barskaja - 3.12. 19:00 „Moorsoldaten“ (1938) i
Regie: Alexander Matscheret
Einführung: Ulrich Gregor - 4.12. 19:00 „Professor Mamlock“ (1938) i
Regie: Adolf Minkin und Herbert Rappaport - 5.12. 19:00 „Die Oppenheims“ (1938) i
Regie: Grigori Roschal
- 1.12. 19:00 „Deserteur“ (1933) i
- Eine Ausstellung von Kinoplakaten russischer Filme zum 100-jährigen Jubiläum des Russischen Kinos Details »
Zum 100-jährigen Jubiläum des Russischen Films präsentiert die Russische Filmwoche in Berlin die Ausstellung „Kunst im Russischen Filmplakat. 1908-1940“ im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur. Den Großteil der 15 einzigartigen Exponate der Filmgeschichte stellt das Staatliche Russische Kinomuseum aus seiner Sammlung zur Verfügung, außerdem sind einige Faximile von Plakaten zu sehen, die sich in der Moskauer Staatsbibliothek befinden. Der Besucher bekommt einen faszinierenden Eindruck von der rasanten Entwicklung, die die Russische Kinoreklame Anfang des 20. Jahrhunderts durchlief. Prunkstück der Ausstellung ist das Plakat zum ersten Russischen Kinofilm „Stenka Rasin“ von 1908, mit dem die Ausstellung eröffnet wird.
- Filmvermittlung für Berliner Schülerinnen und Schüler: „Panzerkreuzer Potemkin – Geschichte des Films und seiner Rekonstruktion“ Details »
„Was ist Kino?“
Filmvermittlung für Schüler. „Panzerkreuzer Potemkin“ – Geschichte des Films und seiner Rekonstruktion.Im Rahmen der Russischen Filmwoche in Berlin können Berliner Schüler der Klassen 10-13 mit Lernschwerpunkten auf Kunst, Musik, Geschichte, Russisch oder Deutsch am Seminar „Panzerkeuzer Potemkin“ im Kino Arsenal teilnehmen.
Dabei tauchen die Jugendlichen an vier Terminen in die Entstehungszeit des Filmes von 1926 ein, lernen die politischen, historischen und wirtschaftlichen Hintergründe kennen und bekommen einen einzigartigen Einblick in die spannende Geschichte der berühmten Rekonstruktion des „Panzerkreuzers“, deren Ergebnis 2005 auf der Berlinale vorgestellt wurde. Moderatoren des Seminars sind die Filmhistorikerin Anna Bohn und die Filmvermittlerin Stefanie Schlüter. Im Anschluss wird „Panzerkreuzer Potemkin“ aufgeführt. Sergej Eisensteins Film gilt als eines der Meisterwerke der Filmgeschichte. 1926 bekam „Panzerkreuzer Potemkin“ dem Preis der Amerikanischen Academy als bester Film, 1958 kürten ihn Kinokritiker auf der Weltausstellung in Brüssel zu einem der zwölf besten Filme aller Zeiten, 1978 wählten Filmschaffende aus aller Welt „Panzerkreuzer Potemkin“ an die Spitze der 100 besten Kinofilme. Eisenstein hat durch seine Montagetechnik – er sprach von einer „Kollision der Einstellungen“ – einen unschätzbaren Beitrag zur Entwicklung des Kinos geleistet.
Mehr über den Film »
Aufführungen »Weitere Infos und Anmeldung:
Arsenal – Institut für Film und Videokunst
Milena Gregor
Tel: 030 26955100
E-Mail: mail@arsenal-berlin.de - Begegnung deutscher und russischer Kinoexperten, ein Gespräch zum Thema „Contact: Russland – Deutschland. Filmmarketing
im Ausland, Chancen und Risiken“ Details »
Russische Filmwoche in Berlin und das Medienboard Berlin-Brandenburg gemeinsam mit dem Petersburger Dialog laden zur Podiumsdiskussion zum Thema „Contact: Russland – Deutschland. Filmmarketing im Ausland, Chancen und Risiken“ ein. Diese Podiumsdiskussion findet am 29. November um 17.00 Uhr im Museum für Film und Fernsehen am Potsdamer Platz statt.
Als Gäste nehmen teil: Jelena Gromowa (Stellvertretende Direktorin des Departments Kinematographie des Kulturministeriums der Russischen Föderation. Leiterin der Abteilung Produktion und Verleih nationaler Spielfilme); Angelika Krüger-Leißner (filmpolitische Sprecherin der SPD Bundestagsfraktion); Renat Dawletjarow (Produzent Russische Filmwoche International); Kira Saksaganskaja (Produzentin, ihr Film „Der Gefangene“ erhielt kürzlich den Hauptpreis beim XVIII. Festival des Osteuropäischen Films in Cottbus); Simone Baumann (German Films Service + Marketing GmbH, u.a. Produzentin German Filmfestival in Moskau); Susanne Marian (Produzentin, Essential Filmproduktion GmbH, koproduziert den Spielfilm „Dau“); Tobias Pausinger (The Match Factory, Weltvertrieb).
Die Veranstaltung sieht sich als Plattform für Diskussionen über die deutsch-russischen Filmbeziehungen und möchte als Netzwerk für zukünftige Kooperationen dienen.

PANZERKREUZER POTEMKIN,UDSSR 1925
Regie: Sergej M. Eisenstein
Quelle: Filmmuseum Berlin – Stiftung Deutsche Kinemathek
