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Regie: Wsewolod Pudowkin
Hauptrollen: Boris Liwanow, Wasili Kowrigin, Alexander Tschistjakow
Filmvorführung:Kino Arsenal, 01.12.2008, 19:00 Uhr
Ein Muss für Geschichtsinteressierte und Kinoliebhaber.
Regie: Margarita Barskaja
Hauptrollen: Georgij Milljar u.a.
Filmvorführung:Kino Arsenal, 02.12.08, 19:00 Uhr
Als „Zerrissene Stiefel“ 1933 in die Kinos kam, war er nicht nur der weltweit erste Tonfilm für Kinder. Regisseurin Margarita Barskaja hatte auch ein Meisterwerk der Schauspielkunst auf die Leinwände gezaubert. Der Schriftsteller Maxim Gorkij war verblüfft: „Wie schaffen Sie es nur, dass ein kleiner Junge vor der Kamera eine solche Palette an Emotionen zu Tage legt, über die eigentlich nur ein gestandener Schauspieler verfügt?“ Eine Frage, die ihr auch die Journalisten der New York Times im Interview stellten, denn die junge Regisseurin gelangte durch ihr Werk zu Weltruhm. Ihre geniale Arbeit als Pädagogin und Regisseurin half Barskaja jedoch nicht gegen die paranoide sowjetische Repressionsmaschinerie, die die junge Künstlerin fünf Jahre nach ihrem großen Werk in den Selbstmord trieb. Sie hatte es gewagt, im Kino auch soziale Probleme von sowjetischen Kindern zu thematisieren.
„Zerrissene Stiefel“ bleibt ein Klassiker der Filmgeschichte, abwechslungsreich erzählt und großartig gespielt.
Regie: Alexander Matscheret
Hauptrollen: Semjon Meschinski, Oleg Schakow, Alexander Sraschewski
Filmvorführung:Kino Arsenal: 03.12.08, 19:00 Uhr
„Walter war der nationalsozialistischen Demagogie verfallen, war bereit, in den an die Macht gekommenen SS-Stürmern nur lauter „gute Kumpel“ zu sehen. Doch die „guten Kumpel“ verhöhnen ihn und werfen ihn ins KZ.
Ein Jahr vor dem Angriff Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion zeichnet Matscheret in seinem Film noch den kommunistische Wunschtraum eine deutschen Arbeiterklasse, die aufwacht und sich gegen die Nazis auflehnt. Ein spannendes Stück Zeitgeschichte, das viel über die sowjetische Politpropaganda verrät und mit seiner durchschaubaren Direktheit fast schon sympathisch wirkt.
Regie: Adolf Minkin und Herbert Rappaport
Hauptrollen: Semjon Meschinksi, Tatjana Gurezkaja, Pjotr Kirillow
Filmvorführung:Kino Arsenal: 04.12.08, 19:00 Uhr
Friedrich Wolf, selbst deutscher Arzt jüdischer Abstammung, schrieb sein bekanntestes Stück 1933 im französischen Exil. Ihn hatte das Foto einer NS-Zeitung inspiriert. Darauf blickt ein alter Mann in zerrissener Kleidung in die Kamera, auf seiner Brust die schicksalhafte Aufschrift „Jude“. Die Bildunterschrift lautete: „Die Sturmtruppen in Mannheim säubern unser Land erfolgreich von fremden rassischen Elementen. Gestern wurde der jüdische Arzt Mamlock aus der chirurgischen Klinik entlassen“.
Die österreichische Kinoseite film.at bringt die Sonderstellung des Films auf den Punkt: „Professor Mamlok war der einzige antifaschistische Film im SU-Kino jener Epoche, der international gefeiert wurde und filmhistorisch Bestand haben sollte, auch deshalb, weil er sich als Reflexion über totalitäre Systeme im Allgemeinen sehen lässt.“
Regie: Grigori Roschal
Hauptrollen: Bernhard Goetzke, Wladimir Solowjow, Wladimir Balaschow
Filmvorführung:Kino Arsenal: 05.12.08, 19:00 Uhr
Das differenzierte Porträt der Familie überzeugt auch durch die schauspielerische Leistung der jungen Darsteller. Viele unter ihnen waren Schüler von Roschal an der staatlichen Schauspielschule. Roschal ließ sie vor den Szenen kurze improvisierte Etüden spielen. Im Ergebnis brillierten die jungen Künstler mit besonders eindringlichem Schauspiel.
Ein Filmklassiker, großartig gefilmt – und eine Geschichte, die den Zuschauer mit einem hilflosen Schaudern zurück lässt.
Regie: Sergej Eisenstein
Hauptrollen: Alexander Antonow, Wladimir Barski, Grigori Alexandrow
Filmvorführung:
Kino Arsenal: 01.–02.12.08, 10:00 Uhr (nur mit Voranmeldung)
Kino Arsenal: 06.12.08, 16:00 Uhr
Kino Arsenal: 07.12.08, 11:00 Uhr
Den Auftrag für seinen Film bekam Sergej Eisenstein von der Sowjetregierung. Er sollte einen Revolutionsfilm zum 20. Jahrestag der gescheiterten ersten bolschewistischen Revolution von 1905 drehen – und schuf ein Meisterwerk der Kinogeschichte, das auch heute mit seiner einzigartigen Inszenierung und Montagetechnik noch Kinoliebhaber aus aller Welt begeistert.
1926 bekam „Panzerkreuzer Potemkin“ dem Preis der Amerikanischen Academy als bester Film, 1958 kürten ihn Kinokritiker auf der Weltausstellung in Brüssel zu einem der zwölf besten Filme aller Zeiten, 1978 wählten Filmschaffende aus aller Welt „Panzerkreuzer Potemkin“ an die Spitze der 100 besten Kinofilme.

